Die Daniten

 

Mit zunehmendem Widerstand in der Gemeinschaft und zunehmender Spaltung unter einigen der obersten HLT-Führerschaft wurde eine geheime Bande gebildet, die sich um die Störenfriede kümmerte. Diese Gruppe wurde als die Daniten bekannt. Im Juni 1838 wurde den Andersdenkenden ein sehr bedrohlicher Brief geschickt, der sie ernsthafter Verbrechen bezichtigte und ihnen befahl, Far West, Missouri, sofort zu verlassen. D. Michael Quinn zeigt, dass dieser Brief von einigen der höchsten Führer der HLT-Kirche autorisiert war:

 

Am 17. Juni 1838 predigte der erste Ratgeber Sidney Rigdon seine „Salzpredigt“ als Warnung dafür, dass mormonische Andersdenkende „hinausgeworfen und unter den Füßen der Menschen zertreten“ werden würden… Rigdon wiederholte nur, wozu eine Offenbarung vom Februar 1834 die Erste Präsidentschaft bevollmächtigte, was mit Mormonen zu tun wäre, die „nicht alle meine Worte beherzigen“ (LuB. 103:8-10) Am nächsten Tag schlossen sich der Zweite Ratgeber Hyrum Smith und sein Onkel John Smith (Hilfsratgeber in der Ersten Präsidentschaft) dem Danitenführer Sampson Avard (als erster Unterzeichner) und achtzig anderen Daniten in einem Drohbrief an Oliver Cowdery, David Whitmer, John Whitmer, Lyman E. Johnson William W. Phelps an…

In Bezug auf diese Vertreibung prominenter anders denkender Mormonen durch Daniten sagte Ratgeber Rigdon zu Apostel Orson Hyde in Far West, dass „es die dringende Pflicht der Kirche wäre, dem Wort Joseph Smiths oder der Präsidentschaft ohne Fragen zu gehorchen, und jedem, der es nicht täte, sollte die Kehle von Ohr zu Ohr durchgeschnitten werden.“ (The Mormon Hierarchy: Origins of Power, von D. Michael Quinn, S. 94)

 

Der Drohbrief der Daniten, der an die Andersdenkenden geschickt wurde enthielt folgendes:

 

Mit Grüßen an Oliver Cowdery, David Whitmer, John Whitmer, William W. Phelps, und Lyman E. Johnson:

Da die Bürger der Caldwell-Grafschaft von euch verschiedene Male und bei verschiedenen Gelegenheiten Beschimpfungen erduldet haben, bis es nicht mehr zu ertragen war… ihr werdet die Grafschaft verlassen und keine Macht wird euch retten… wenn ihr nicht geht, werden wir die in unserer Macht stehenden Mittel anwenden, die euch gehen lassen werden; denn ihr werdet gehen… die Rache schläft nicht, auch schlummert sie nicht;… es gibt nur einen Ratschluss für euch, der lautet: verschwindet, verschwindet oder ein viel schlimmeres Unheil wird euch ereilen… Wegen der Beschimpfung, wenn nicht noch mehr, und eurer Androhung, uns zu erschießen, wenn wir versuchten, euch zu belästigen, werden wir euch aus der Grafschaft von Caldwell schaffen: So helfe uns Gott. (Brief, zitiert im Senate Document 189, 15. Feb. 1841, S. 6-9)

Der Buch-Mormon-Zeuge John Whitmer,

ein Bild

der von den Daniten in dem oben zitierten Brief bedroht wurde, schrieb folgendes in seiner Geschichte der Kirche:

Joseph Smith Jun., S. Rigdon und Hyrum Smith siedelten ihre Familien an diesen Ort, Far West, im Frühjahr 1838 um. Sobald sie hier ankamen, begannen sie ihren neuen Plan durchzusetzen, der Spaltungen und Schwierigkeiten, Drohungen und sogar Morde verursachte. Smith rief einen Rat der Führer zusammen, in dem er erklärte, dass jeder, der ein Wort gegen die Führer der Kirche sagte, von einer Rotte von Bluthunden wie ein gehetzter Hirsch über diese Prärien getrieben werden sollte, wobei er an die Gideoniten dachte, wie sie genannt wurden, um sich in ihren bösen Absichten zu rechtfertigen. So predigten sie am 19. Juni 1838 eine Predigt, die die Salzpredigt genannt wurde, aus der diese Gideoniten entnahmen, dass sie die Andersdenkenden vertreiben sollten, wie sie jene bezeichneten, die nicht an ihre geheimen Banden, an Unzucht, Ehebruch oder mitternächtliche Machenschaften glaubten… Sie hatten uns gedroht, uns zu töten, wenn wir keine Wiedergutmachung leisten würden, indem wir sie in ihren bösen Absichten und Plänen unterstützten… zu unserem großen Erstaunen, als wir auf dem Heimweg nach Liberty, Clay-Grafschaft, waren, trafen wir die Familien von Oliver Cowdery und L. E. Johnson, die sie aus ihren Heimen vertrieben hatten, und sie hatten außer der Kleidung und dem Bettzeug usw. all ihr Hab und Gut geraubt.

Während wir gegangen waren, hielten Joe und Rigdon und ihre Gadiantonbande eine Wache aufrecht und beobachteten unsere Häuser, und beschimpften unsere Familien und bedrohten sie, wenn sie bis zum Morgen nicht weg wären, würden sie herausgetrieben werden, und sie  bedrohten unser Leben, wann immer sie uns in Far West sahen. (John Whitmer's History, S. 22)

 

Die Tatsache, dass die Mormonenführer die Bürgerrechte ihres eigenen Volkes brachen, indem sie Andersdenkende aus ihrer Mitte vertrieben, brachte viele Nichtmormonen zur Schlussfolgerung, dass sie es mit einer gefährlichen Gruppe zu tun hätten. Da sie Berichte von denen hörten, die vertrieben worden waren, bekamen sie zunehmend Angst vor den Mormonen. Richard Bushman kommentierte:

 

Die Mormonen glaubten, dass sie gemäß Gottes Geboten Zion aufbauen würden; auf Abgefallene und Außenstehende wirkten sie wie hirnlose Eiferer, die einem Tyrannen gehorchten.

1838 bestand die eigentliche Antwort auf diese Frage darin, dem Gesetz untertänig zu sein. Die Missourianer glaubten, dass die Mormonen dachten, dass Josephs Offenbarungen sie über das Gesetz stellen würde. Da das Wort Gottes das Gesetz des Landes in den Schatten stellt, standen die Mormonen im Verdacht, das Gesetz zu brechen, wann immer der Prophet es verlangte (Joseph Smith: Rough Stone Rolling, S. 353-354).

 
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Joseph Smith war der Gründer der als "Mormonen" bekannten Glaubensgemeinschaft "Kirche Jesu der Heiligen der Letzten Tage".
Neuer Spielfilm über Joseph Smith:
Ein Geschichtsbericht oder Propaganda?

Hier wird an Hand dieses Films noch einmal die Tendenz der HLT-Kirche aufgezeigt, die Kirchengeschichte weiß zu waschen.
Joseph Smith

Dies ist Kapitel 19 aus dem Buch "Mormonism - Shadow or Reality?" von Jerald und Sandra Tanner mit sehr ausführlicher Information über den Kirchengründer Joseph Smith.
Joseph Smith und Geldgräberei

Dieses Kapitel 4 aus "Mormonism - Shadow or Reality?" bringt eine Menge Dokumentation über Joseph Smiths Aktivitäten in seiner Jugend und bevor er die Kirche gründete, als er sich mit Wünschelrute und Sehersteinen für die Schatzsuche einsetzte. Der Jupitertalsiman, den man bei Joseph Smiths Leiche fand, beweist, dass er bis zum Ende an magische Dinge glaubte.
"Joseph Smith und Drogen". Dieser Artikel zeigt recht deutlich, dass die visionären Erlebnisse in der frühen HLT-Kirche auf die Verabreichung von Drogen zurückzuführen sind.

Zwei aufschlussreiche Videoclips, bzw. die illustrierte Übersetzung dazu.
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